Als Besitzer einer Plattform oder eines Marktplatzes möchtest du, dass die Schwelle für eine Transaktion so niedrig wie möglich ist. Alle Schritte, die der Kunde machen muss, sollten so benutzerfreundlich wie möglich sein und keine Barrieren schaffen. Ein wichtiger Teil davon ist sicherzustellen, dass die Zahlungen auf eine intelligente Art und Weise durchgeführt werden.

Um die richtigen Entscheidungen für deine Situation zu treffen, haben wir die wichtigsten Fragen aufgelistet, die du dir in diesem Prozess stellen solltest.

 

5 Fragen, die helfen, Online-Zahlungen optimal einzurichten

 

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  1. Auf welchen Märkten sind wir tätig und wie zahlen die Nutzer am liebsten?

    Dies ist eine grundlegende Frage, um festzustellen, wie du am besten Zahlungen auf deiner Plattform einrichten kannst. Bist du nur in den Niederlanden und Europa oder auch auf dem asiatischen Markt aktiv? Unterschiedliche Regionen bedeuten, dass du mit unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen umgehen musst. In Europa bist du an die Regeln der europäischen Bank gebunden. Außerdem haben die Benutzer an verschiedenen Orten unterschiedliche Vorlieben für die Zahlungsmethoden. Wenn du zum Beispiel in den Niederlanden aktiv bist, ist es logisch, dafür zu sorgen, dass Kunden mit iDEAL bezahlen können. Um in China erfolgreich zu sein, ist Alipay unentbehrlich.


  2. Wollen wir selbst für die Zahlungen verantwortlich sein?

    Wie viel Verantwortung möchtest du für die Zahlungen auf deiner Plattform tragen? Es gibt 3 Möglichkeiten, die du in Betracht ziehen kannst. 

    1. Du übernimmst die Verantwortung für die Bezahlung (und mehr).

    Diese Wahl gilt nur, wenn du mehr als nur eine Plattform unterhälst und im Namen einer der beiden Parteien handelst. Das bedeutet unter anderem, dass du den Preis selbst festlegen und verhandeln kannst. In dieser Situation trägst du auch die Risiken der Zahlungen selbst. Zum Beispiel kann der Treuhänder im Falle eines Konkurses Gelder von dir und den Nutzern beschlagnahmen. Wenn du dich dafür entscheidest, die Verantwortung auf diese Weise einzurichten, machst du deine eigenen Mitarbeiter für die Zahlungen verantwortlich. Dadurch entsteht ein noch größeres Risiko und du wirst mehr Zeit damit verbringen, die Einhaltung zu überwachen.

    Denke daran, dass du nicht nur für Zahlungen verantwortlich bist, sondern auch für Themen wie das Forderungsrisiko, Beschwerden, Produkt- oder Servicegarantien und das Versandrisiko.

    2. Du wirst ein Zahlungsdienstleister

    Wenn du als Plattform oder Marktplatz Drittmittel auf deinem Bankkonto hast, wirst du als Zahlungsdienstleister betrachtet. Gemäß der PSD2-Gesetzgebung brauchst du eine Lizenz der Nederlandsche Bank. Darüber hinaus musst du weitere Vorschriften beachten. So musst du beispielsweise die Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden einhalten, bevor du Zahlungen bearbeiten kannst. Das bedeutet, dass du Informationen über Verkäufer, die auf deiner Plattform aktiv sind, sammeln und registrieren musst: Kenne deinen Kunden (KYC). Dies stellt sicher, dass zuverlässige Verkäufer auf deiner Plattform handeln.

    Was bestimmt, ob Sie eine PSD2-Lizenz benötigen oder nicht? Laden Sie die übersichtliche Infografik herunter und finden Sie heraus, in welche Kategorie Ihre Plattform fällt.

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    3. Du wählst einen spezialisierten, externen Dienstleister

    Durch die Nutzung eines auf Plattformen spezialisierten Payment Service Providers (PSP) oder eines Plattform-PSPs lagerst du die Transaktion komplett aus und hast die Gewissheit, dass der gesamte Prozess in Übereinstimmung mit den (PSD2) Gesetzen und Vorschriften abgewickelt wird. Auch die Risiken der Zahlung und Lieferung liegen nicht bei dir. Weitere Vorteile sind die Tatsache, dass der PSP die Kundenrecherche für dich durchführt und es Möglichkeiten für Treuhand-Dienste gibt. Das bedeutet, dass das Geld solange vom PSP aufbewahrt wird, bis bestimmte Verpflichtungen erfüllt sind, wie z.B. die Lieferung des Produkts oder der Dienstleistung. Ein gutes Beispiel dafür ist 'Equal Crossing' von Marktplaats.

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  3. Wie gewährleisten wir die Sicherheit der Zahlungen?

    Um sorglos handeln zu können, braucht es Vertrauen. Nicht nur in die Plattform und dem Verkäufer, sondern auch in die Sicherheit der Bezahlung. Der erste Schritt, um sicherzustellen, dass die Zahlungen reibungslos und sicher ablaufen, ist sicherzustellen, dass die Verkäufer auf deiner Plattform kontrollierte Benutzer sind. Du kannst dies auf leicht zugängliche Weise tun, indem du nur eine E-Mail-Adresse und eine Handynummer angibst. Du kannst aber auch ein Bankkonto überprüfen und nach einem Ausweis fragen. Wenn es sich um Firmen handelt, kannst du die Handelsregister-Nummern überprüfen und überprüfen, ob das Geschäftsbankkonto mit dem Handelsnamen übereinstimmt. All dies kann automatisch über dein PSPSystem erfolgen, aber du kannst auch Tools wie Signicat verwenden, um die digitale Identität von Verkäufern auf Online-Marktplätzen zu überprüfen.
    Sollte bei der Transaktion etwas schief gehen, kann die Polizei oder das Gericht auf diese Informationen zurückgreifen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt, um die Sicherheit der img_escrowZahlungen auf deiner Plattform zu gewährleisten, ist der bereits erwähnte Treuhand-Service. Indem Du die Zahlung gemäß den Treuhand-Bedingungen einrichtest, kannst du verhindern, dass das Geld den Dienstanbieter erreicht, bevor das Produkt oder die Dienstleistung geliefert wurde..


  4. Wie können wir die beste Unterstützung bieten?

    Ein wichtiger Teil der Benutzererfahrung auf deiner Plattform ist der Service und die Unterstützung, die der Kunde erhält. Du möchtest, dass dies auch für die Zahlungen ordentlich geregelt wird. Die Kunden werden auch in diesem Bereich immer anspruchsvoller und erwarten, dass ihnen in der Zeitzone und der Sprache ihrer Wahl geholfen wird.

    Bei der Transaktion, die über deine Plattform stattfindet, kann etwas schief gehen. Zum Beispiel hat der Käufer die Ware nicht erhalten oder sie wurde beschädigt. Dann wollen sich die Kunden an jemanden wenden können. Die Frage ist dann, ob du als Plattformbetreiber selbst Unterstützung dafür anbieten willst.

    Um diese Frage beantworten zu können, ist es gut, eine realistische Einschätzung zu machen, wie viele Kundenanfragen/Tickets du als Plattform bearbeiten kannst und welche Ressourcen du dafür nutzen willst. Lohnt es sich, selbst einen Supportmitarbeiter einzustellen und ein eigenes Supportsystem einzurichten? Achte ausreichend auf die Datenschutzbestimmungen (DSGVO) und sorge für hundertprozentige Sicherheit.

    Eine andere Möglichkeit ist es, (einen Teil) des Supports in Bezug auf Zahlungen bei Ihrem Zahlungsdienstleister (PSP) zu platzieren. Auf diese Weise kannst du dich entscheiden, den First-Level-Support mit dem Kunden selbst abzuwickeln und den Second-Level-Support bei deinem Zahlungsdienstleister zu platzieren. In diesem Fall kann sich dein Support-Team an deinen Zahlungsdienstleister wenden, wenn er Fragen zu Zahlungen hat, für die er selbst keine Lösung findet.

    Außerdem kannst du dich auch dafür entscheiden, den First-Level-Support bei deinem Zahlungsdienstleister zu platzieren. In diesem Fall können sich die Kunden deiner Plattform direkt über eine lokale Telefonnummer, E-Mail und/oder einen Chatbot mit dem Zahlungsdienstleister in Verbindung setzen. Außerdem wird eine spezielle Support-Seite mit FAQ für dich eingerichtet.


  5. Welche Erkenntnisse brauchen wir über unsere Plattform?

    Um schnell auf Gelegenheiten reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen zu können, willst du sehen, was auf deiner Plattform passiert. Zu diesem Zweck hast du gegebenenfalls eine Analytik eingerichtet. Bietet dieses System alles, was du brauchst? Hast du zum Beispiel einen Einblick, wie viele neue Handelsvertreter sich registriert haben, wie viel du in einem bestimmten Zeitraum mit Handelsvertretern verdient hast und wie viele Leute sich in der Checkout-Phase befinden? Wenn du mit einem spezialisierten Zahlungsdienstleister zusammenarbeitest, kannst du diese Informationen jederzeit einsehen und die finanziellen Ergebnisse deiner Plattform besser kontrollieren. Du kannst diese Erkenntnisse auch über ein Datenvisualisierungs-Dashboard von z.B. Tableau präsentieren lassen. So kannst du dir einen aktuellen Überblick über die Themen verschaffen, die dir wichtig sind.

 

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